Mülle grazie

Mülle grazie
Müll aus Neapel für München

Mehr Arbeit für Münchens Müllverbrennungsanlagen: In den nächsten Wochen sollen mehrere tausend Tonnen Abfall aus Neapel nach München geschickt und hier. Mit dieser Maßnahme soll die Stadt in Süditalien entlastet werden, wo seit Monaten Müllberge ganze Straßenzüge versperren.

Stand: 27.03.2008

7.500 Tonnen neapolitanischer Müll wandern vorraussichtlich ab Ende April nach Unterföhring, in den Ofen des Heizkraftwerks München Nord. Anfang März hatten italienische Behörden beim Umweltministerium angefragt, denn die norditalienischen Anlagen seien überlastet.

Umweltschützer kritisieren die geplanten Transporte, weil dadurch unnötige zusätzliche Emissionen entstünden. Sie fordern, dass der italienische Müll da entsorgt werden soll, wo er anfällt.
Arnulf Grundler, Abfallwirtschaftsbetrieb München
Nothilfe wegen Umweltkatastrophe

"So wie es in Neapel aussieht, ist das ja eine Umweltkatastrophe dort. Wenn wir jetzt den Müll im Zuge einer Nothilfe nach München fahren, dann ist das zwar auch in geringem Umfang eine Umweltbelastung, aber es dient natürlich dazu, diesen Müllnotstand in Neapel zu beheben, was eine wesentlich größere Umweltbelastung ist, wenn man sich überlegt, was da alles in den Untergrund sickert."

Außerdem komme der Müll so ökologisch wie möglich nach München - nämlich mit der Bahn. Die Verbrennungen sollen laut Abfallwirtschaftsbetrieb insgesamt fünf Wochen lang dauern - genug Kapazität dafür habe man - schließlich mache die wöchentliche Lieferung nur 10 Prozent der Müllmenge aus, die im Heizkraftwerk verbrannt wird.

 

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