Über uns

 

Derzeit wird die Homepage der Bundesarbeitsgemeinschaft DAS BESSERE MÜLLKONZEPT aufgebaut. Es sollen dabei sowohl die Abfallprobleme in Deutschland, aber auch Europaweit kritisch begleiten werden.

Es fehlen noch viele Kontaktadressen! Daher rufen wir vorrangig dazu auf, dass sich Bürgerinitiativen und "ehrenamtliche Experten", die bereit sind ihre Erfahrungen weiterzugeben, in die Link-Liste eintragen lassen.

Zur Unterstützung von Bürgerinitiativen ist unsere Möglichkeit zur Hilfestellung noch sehr begrenzt, daher setzten wir verstärkt auf eine Vernetzung.

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Waltraud Galaske

 

------Rückblick-------

Bundesweite Aktivitäten
Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und Umweltschutzgruppen, die im Abfallbereich aktiv sind. 

Der Anstoß für die bundesweite Bewegung ging von den bayerischen Müllinitiativen aus, die 1988 "DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bayern e.V." gründeten und dem zeitweise über 100 Initiativen als Mitglieder angehörten. Dadurch wurde es möglich, die bestehenden Initiativen und Gruppen miteinander zu vernetzen, Informations- und Erfahrungsaustausch zu organisieren, gemeinsame Aktionen vorzubereiten und durchzuführen, das Anliegen der Abfallproblematik an die Öffentlichkeit zu tragen und so als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
Im Laufe der letzten Jahre entstanden auf Bundesebene weitere Landesverbände (Baden-Würtemberg, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Berlin). In allen Verbandssatzungen ist strikte Überparteilichkeit festgelegt; das bedeutet, dass Mitgliedschaft für Parteien und deren Untergliederungen nicht möglich ist. 

Der im April 1991 gegründete Bundesverband "DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Deutschland e.V." wurde im Jahr 2006 wieder aufgelöst und daraus eine Bundesarbeitsgemeinschaft "DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Deutschland" gegründet.

Bundesweit wird nun eine Arbeitsgemeinschaft aufgebaut, die sowohl die Abfallprobleme in Deutschland, aber auch Europaweit kritisch begleiten will.


Was in Bayern geschah:

Im April 1986 entstand in Südbayern unter dem Namen „Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT“ ein Zusammenschluss von Initiativgruppen, die sich für eine vernünftigere Abfallpolitik vor Ort, in Bayern und über Bayern hinaus einsetzen wollten.

Ausschlaggebend für diesen Schritt war nicht nur die Überzeugung, dass da auf allen Ebenen sehr viel falsch lief, sondern auch der Eindruck, dass der Politik und ihren Behörden die Meinungen der Bevölkerung nicht nur völlig gleichgültig, sondern sogar ausgesprochen lästig waren, jedenfalls im Sinne eines geölt funktionierenden Obrigkeitsstaates.

Von einer echten Demokratie waren wir damals und sind wir in Deutschland heute noch ein ganzes Stück weit entfernt; die Verhältnisse wären eher als „Lobbykratie“ zu bezeichnen.

Eigentlich wäre es Aufgabe der Behörden und der Politik, sich für die Belange der Allgemeinheit einzusetzen. Aber das ist leider nicht selbstverständlich. Zwar haben Fachleute aus den Behörden und der Wirtschaft zunächst einen Informationsvorsprung, und die BürgerInnen müssen sich natürlich sachkundig machen, wenn sie mit ihrer Kritik etwas erreichen wollen. Wenn sie sich dann sachkundig gemacht haben, kommt es aber vor, dass sie in kalter Arroganz abgefertigt werden. Und nicht selten wird die Öffentlichkeit mit Hilfe von hoch bezahlten, aber nicht unabhängigen Gutachtern angelogen.

Da wächst die Politikverdrossenheit, und so sind Bürgerinitiativen, Umweltgruppen und deren vernetzte Strukturen oft das eigentliche Kontrollorgan im politischen Entscheidungsprozess.

Dabei haben die unabhängigen Fachleute der Umweltverbände und Bürgerinitiativen in den meisten Fällen Recht gehabt. Unsere Ziele sind keine Utopien, sondern sind z. T. schon Realitäten geworden.

Dass die Abfallpolitik in Bayern 1986 und in den Jahren danach stark verbesserungswürdig war, bestreitet heute niemand mehr. Dass die Müllprobleme nicht einfach durch Verbrennung gelöst werden, ist heute jedem aufgeklärten Menschen klar. Dass die getrennte Sammlung von Wertstoffen und dass Mehrwegsysteme das Abfallaufkommen deutlich reduzieren und so außerdem rund 110.000 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden, bezweifeln heute nur Ewiggestrige. Unausgereifte Verbrennungsverfahren verschwanden erst nach jahrelangem Streit in der Versenkung, obwohl die unabhängigen Sachverständigen der Umweltverbände und Bürgerinitiativen frühzeitig gewarnt hatten. Viele Milliarden € wurden zwar auf Kosten der Steuer- und Gebührenzahler sinnlos verbaut, aber wenigstens konnten Fehlinvestitionen bei Mülldeponien und Verbrennungsanlagen in Höhe von mindestens 5 – 6 Milliarden € verhindert werden.

Neue Aufgaben sind die Information und Unterstützung von Initiativen vor Ort, die sich gegen Pläne zur Mitverbrennung von Müll und zur Errichtung von Anlagen zur Verbrennung von Ersatzbrennstoffe wenden. Dabei ist aufgrund niedrigerer Standards bei der Rauchgasreinigung ein höherer Schadstoffausstoß zu befürchten.

Bundesweit wird nun eine Arbeitsgemeinschaft aufgebaut, die sowohl die Abfallprobleme in Deutschland, aber auch Europaweit kritisch begleiten will.

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