Giftmüll

Giftmüll aus Indien soll eingeflogen werden

11.9.2012 Waltraud Galaske, Müllkonzept Bayern

Die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) macht sich zum Vermittler für Giftmüll aus Bhopal/Indien. Bei der Beseitigung dieser giftigen Abfäll wäre nach Einschätzung der GIZ-IS in einer deutschen Sonderabfallverbrennungsanlage ein hohes Schutzniveau sichergestellt. Es wird von 350 Tonnen "leicht kontaminiertem" Material gesprochen, das mit fünf Transportflügen nach Hamburg geflogen werden soll.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bayern hat beim zuständigen Bayerischen Staatsministerium nachgefragt. Die Trägerin der Sonderabfallbeseitigung im Freistaat Bayern, die gsb Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH (GSB) würde demnach keinen Sondermüll aus Bhopal in der Verbrennungsanlage in Ebenhausen entsorgen.

(c) DPA aus welt.de  vom 1.6.2012
Dieser Giftmüll im indischen Bhopal soll nach Deutschland entsorgt werden
Artikel unter http://www.welt.de/wissenschaft/article106398569/Bhopal-Giftmuell-soll-in-Deutschland-verbrannt-werden.html


(25.6.2010) Waltraud Galaske , Müllkonzept Bayern

Deponie Raindorf wird wieder aktiviert

In Bayern ist die Gesellschaft für Sondermüll in Bayern (GSB) zuständig für die Sondermüllentsorgung. Neben der Sondermüllverbrennung bei Ingolstadt sind noch 2 Deponien in Besitz der GSB.

Die Deponie Gallenbach bei Ingolstadt ist bald verfüllt. Nun wird die GSB ab dem Jahr 2016 wieder auf die Ablagerkapazitätenen der Sondermülldeponie Raindorf im Landkreis Füerth zurückgreifen. Dort ist der Betrieb seit 2005 eingestellt. Besorgte Bürger haben sich bereits umgeschaut und nach den nun wieder anstehenden Belastungen gefragt.


Australisches Giftmüll-Deal geplatzt

http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/abfallpolitik/giftmuell_aus_australien/giftmuell_deal_geplatzt/

Erfolg für BUND und Bürgerinitiativen (ca. Feb.2009) 

Mit "großer Erleichterung" reagiert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die heute bekannt gewordene Ablehnung des geplanten australischen Giftmüll-Transports durch die Landesregierungen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Damit seien NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg und sein Amtskollege Dr. Christian von Boetticher der rechtlichen Argumentation des BUND gefolgt, wonach der geplante Transport gegen das Basler Übereinkommen zur grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle verstößt.

Australien exportiert Giftmüll nach Dänemark

http://www.ask-eu.com/Default.asp?Menue=20&NewsPPV=8248

(23.6.2010) Dänemark erlaubt Australien den Import zu Schiff über Tausende von Tonnen giftiger Abfälle zur Beseitigung, weil Australien nicht über die Technologie verfügt, damit umzugehen. 
Australien fehle die richtige Technologie, um die 10.000 Tonnen HCB, (Hexachlorbenzol) zu entsorgen, die von der australischen Firma Orica durch die Herstellung von chemischen Erzeugnissen und Sprengstoffe entstanden. Die giftigen Abfällen resultieren aus der Herstellung von Sprengstoffen 1963 bis 1991 und wurde bisher in einer Wohngegend zwischen Sydney und dem Flughafen der Stadt gelagert.
Der dänische Umweltminister Karen Ellemann sagte, ihr Land müsse wegen der Verpflichtungen aus dem internationalen Vertrag handeln. Dänemark "hat die Pflicht, andere Länder, die mit dem Problem konfrontiert sind, zu helfen, wenn sie zu einem unlösbaren werden ", sagte sie in einer Erklärung. Ellemann sagte, es sei "sehr problematisch, gefährliche Abfälle von einem Bereich in der Welt zum anderen zu transportieren." Als Ergebnis haben dänischen Behörden verlangt, die Abfälle in Doppel-Tankern zu transportiert, wobei jeder Behälter mit einem GPS ausgestattet ist, damit ihr Standort verfolgt zu kann. 

Ein Wert von mehreren Millionen € Auftrag für ein dänisches Unternehmen
Der Transport und die Behandlung der Abfälle wird auch in einen Großauftrag für ein dänisches Unternehmen, dass die Abfälle behandeln wird. Kommunekemi begrüßte die Entscheidung, die in einem Vertrag auf 7.000.000 € geschätzt wird. Kommunekemi vernichten rund 170.000 Tonnen gefährlicher Abfälle pro Jahr, wobei rund 40 Prozent aus anderen Ländern exportiert wird. 
"Vier Frachter, mit jeweils 2.500 Tonnen von Abfällen, jeder sollte diese giftigen Chemikalien nach Nyborg (Dänemark in den nächsten drei Jahren importieren", sagte Carsten Fich, der Leiter der Kommunekemi, einem schwedischen ansässigen Investmentfonds EQT. Das erste Schiff soll in Nyborg im Oktober dieses Jahres eintreffen.

Die Deutschen lehnten die giftigen Abfälle aus Australien ab
Die Firma Orica wollte ihre giftigen Abfälle zur Behandlung in Deutschland zunächst zu entsorgen. Die Anträge wurden für die Einfuhr von 22.000 Tonnen giftiger Abfälle in 2007 gestellt, wurden aber von den Regierungen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein abgelehnt.



Auch mit Hilfe der Bürgeraktion BESSERES MÜLLKONZEPT kam es in 2 Bundesländer (NRW, SH) zur Ablehnung des australischen Giftmülls. Jetzt klagt die Firma Orica, denn sie glaubte die Verträge mit den Entsorgungsanla-gen schon in "Trockenen Tüchern".

(19.2.2009) The Australian News in Englisch

A NEW report has backed federal government claims that some toxic waste cannot be de-stroyed in Australia, paving the way for a chemi-cal stockpile in Sydney for waste being shipped to incinerators in Europe.
http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,25197,25075698-30417,00.html

 

 

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